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23.11.2021

Enertrag nimmt mit Hyphen-Konsortium wichtige Hürde in Milliarden Gigawatt-Wasserstoff Projekt in Namibia

Dauerthal, Deutschland / Windhuk, Namibia - Weltweit gewinnt der Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft spürbar an Dynamik. Ein richtungsweisendes Großprojekt mit Beteiligung von Enertrag hat nun einen wichtigen Meilenstein erreicht.

Die namibische Regierung hat Hyphen Hydrogen Energy als bevorzugten Bieter für die Umsetzung eines Projektes zur Produktion von grünem Wasserstoff im Tsau-Khaeb-Nationalpark in Namibia den Zuschlag erteilt. Das Projekt mit einem Investitionsvolumen von 9,4 Milliarden US-Dollar soll jährlich 300.000 Tonnen grünen Wasserstoff oder Wasserstoff-Derivate wie grünes Ammoniak für den regionalen und globalen Markt erzeugen.

Hyphen-Konsortium in Ausschreibungsverfahren der namibischen Regierung bezuschlagt
Das Hyphen-Konsortium, an dem auch das regenerative Energiekonzern Enertrag AG aus Dauerthal beteiligt ist, wurde von der namibischen Regierung als erfolgreicher Bieter für das grüne Wasserstoff-Projekt im Tsau-Khaeb-Nationalpark in Namibia ausgewählt. Nach einer Machbarkeitsstudie und der finalen Genehmigung erhält Hyphen das Recht, das Projekt umzusetzen und über einen Zeitraum von 40 Jahren zu betreiben.

Im Rahmen der ersten Projektphase mit einem Investitionsvolumen von 4,4 Mrd. US-Dollar (USD) sollen EE-Anlagen mit einer Kapazität von 2.000 Megawatt (2 Gigawatt - GW) und die entsprechenden Anlagen zur Meerwasserentsalzung, zur Erzeugung von grünem Wasserstoff sowie von grünem Ammoniak entwickelt und eine exportorientierte Hafenanlage aufgebaut werden. Der erste Schritt des Vorhabens soll 2026 in Betrieb gehen. Bis Ende dieses Jahrzehnts soll die Erzeugungsleistung dann auf Windenergie- und PV-Anlagen mit 5.000 MW (5 GW) ausgebaut werden sowie eine Elektrolysekapazität von 3.000 MW (3 GW) errichtet werden. Insgesamt ergbit sich dann eine Gesamtinvestitionssumme von 9,4 Mrd. US-Dollar.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Regierung Namibias und darauf, unser umfassendes Know-how entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette im Rahmen des ersten Projekts im südlichen Afrika im Gigawattbereich einbringen zu können“, so Enertrag-Vorstandsmitglied, so Dr. Gunar Hering.

Der Tsau-Khaeb-Nationalpark zählt aufgrund idealer Bedingungen für Windkraft und Photovoltaik zu den weltweit besten Standorten für die kostengünstige Erzeugung von Wasserstoff. Zudem profitiert die Region von ihrer Küstennähe und kann mit Hilfe der Landexportrouten der Südlichen Korridorinitiative eine regionale Energiedrehscheibe werden. Auch die fortschritts- und investitionsfreundliche Regierung unter Präsident Hage Geingob macht Namibia zum idealen Standort.

Die industriewirtschaftlichen Effekte während der Aufbauphase liegen nach Angaben von Enertrag bei fast 15.000 direkten Arbeitsplätze. Zudem sollen während der Betriebsphase rd. 3.000 dauerhafte Arbeitsplätze geschaffen werden. Zusätzlich wird Namibia nach Angaben von Enertrag durch Konzessions- und Lizenzgebühren sowie einem für den Staatsfond zu leistenden Beitrag und einer Umweltabgabe profitieren.

Enertrag beim Thema Wasserstoff hervorragend aufgestellt
Das Projekt wird im Kontext des von der Bundesregierung maßgeblich vorangetriebenen H2Global-Programms positioniert und ist Teil der Enertrag-Wasserstoffstrategie. Bereits vor mehr als zehn Jahren hat das Unternehmen mit dem Aufbau eines Geschäftsfeldes zur Erzeugung von grünem Wasserstoff begonnen. Inzwischen entwickelt und betreibt Enertrag sowohl in Deutschland als auch weltweit eine Vielzahl an Wasserstoffprojekten.

Dazu zählt u.a. u.a. das Projekt zur Umstellung der Heidekrautbahn in Brandenburg auf sechs wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen-Züge. Enertrag wird ein Wasserstoffwerk aufbauen und regional den grünen Wasserstoff erzeugen. Mit dem Referenzkraftwerk Lausitz (RefLau) wird Enertrag ab 2024 zudem grünen Wasserstoff für die Nutzung in den Sektoren Verkehr, Industrie und Wärme erzeugen. Das Gemeinschaftsprojekt ist Gewinner des Ideenwettbewerbs „Reallabore der Energiewende“ des BMWi und soll auch die Rückverstromung von grünem Wasserstoff erproben. Mit verschiedenen Partnern ist Enertrag außerdem an drei von insgesamt 62 Wasserstoff-Großprojekten beteiligt, die von Bundeswirtschafts- und Bundesverkehrsministerium als IPCEI-Projekte ausgewählt wurden. In Südafrika plant Enertrag in einem Konsortium mit Linde und Navitas gemeinsam mit Sasol zudem die Produktion von nachhaltigem Flugkraftstoff (eKerosin) aus kohlenstoffhaltigen Abfällen und grünem Wasserstoff.


Quelle: IWR Online
© IWR, 2021


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